Dienstag, 8. Januar 2013

Jahresrückblick

2012 - Mein Gott, was ein Jahr!

Man lernt jedes Jahr ein Stücken dazu, aber dieses Jahr war es ziemlich extrem. Mein Auslandsjahr war die erste Hälfte des Jahres noch so unerreichbar und ich war seeeeeeeehr aufgeregt. Der Sommer 2012 war der schönste Sommer, den ich bin jetzt hatte und mir wurde über die Zeit bewusste, wie sehr ich mein Zuhause liebe, sowie natürlich auch all die Menschen, die es zu meinem Zuhause machen. Die Abschiede waren äußerst komisch und als ich dann erfuhr, dass mein Abflugtermin verschoben wurde, war ich zunächst sehr aufgebracht, habe dann aber gemerkt, dass ich die Zeit noch brauchte um mich richtig zu verabschieden. Ein Monat Schule - Oberstufe, ganz schön aufregend. Die letzte Zeit in Deutschland schien zu gut um wahr zu sein und ich konnte mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass ich ja bald weg musste. Auf der anderen Seite kam mein lang ersehnter Traum immer näher. Gefühlschaos pur! 

Der Flug, die Ankunft und die erste Zeit in Texas lief gut, doch dann merkte ich, dass ich fehl am Platz in meiner Gastfamilie war. Es war ein sehr großer Schritt  für mich, für mich selbst zu kämpfen und wie sich dann zeigte, war es die richtige Entscheidung: Meine zweite Gastfamilie war super. Doch leider konnten sie mich nicht bei sich behalten und das war ein großer Tiefpunkt für mich. Meine jetzige Übergangsfamilie ist sehr lieb und ich hoffe, dass ich bald eine permanente Gastfamilie bekomme. 

Ich bin durch meine Erlebnisse erwachsener und reifer geworden, bin an Grenzen gestoßen, habe mein Zuhause noch mehr zu schätzen und lieben gelernt, das Englisch kommt mir viel flüssiger von den Lippen, mein Vokabular ist gewachsen, ich bin ein wenig ruhiger geworden, ich habe mir meinen eigenen Freundeskreis aufgebaut, ich erlebe den amerikanischen Alttag tagtäglich, ich habe Heimweh kennengelernt, habe Vorurteile abgelegt und so vieles mehr. 

Ich denke es war die richtige Entscheidung hierher zu kommen, doch manchmal ist es eine ganz schön große Herausforderung stark zu bleiben. Ganz offen und ehrlich gesagt vermisse ich Deutschland sehr, aber mein Leben hier ist auch sehr schön. Ein Konflikt - genauso wie der den ich hatte bevor ich geflogen bin. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Und jetzt ist es so wie es ist. ICH BIN IN AMERIKA, USA, TEXAS, yeah ! 

Eure Sandra ♥



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